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Das Leben im evangelischen Stift

Die Grundidee des Hauses

Wie sich das Stift im Lauf der Jahrhunderte verändert hat, so auch das Leben im Haus. Gesellschaftliche Strömungen und Veränderungen des Lebensstandards sind am Stift nicht spurlos vorbeigegangen. Der jüngste Umbau zu Beginn der 90er Jahre hat neue Wohnräume und Gestaltungsmöglichkeiten geschaffen.

Doch an der Grundstruktur, der Idee des Hauses, hat sich in den 470 Jahren nichts geändert: Im Evangelischen Stift werden begabten jungen Menschen aus Württemberg alle für das Studium grundlegenden Mittel zur Verfügung gestellt. Dabei wird nicht ein Geldbetrag ausgezahlt, sondern Wohnung, Verpflegung und wissenschaftliche Betreuung bereitgestellt (Naturalstipendium). Zum einen soll damit ein Studium unabhängig von den finanziellen Verhältnissen der Eltern ermöglicht werden. Zum anderen wird Freiraum für eine intensive Beschäftigung mit dem Studiengegenstand, aber auch für musische und gesellschaftliche Aktivitäten eröffnet.

Das entscheidende Kriterium für die Aufnahme ins Stift ist die im Abitur erzielte Leistung. Ursprünglich war das Stiftsstipendium nur für Theologen gedacht, die in den Dienst der württembergischen Landeskirche treten sollten. Im Laufe der Zeit kamen dann Stipendien für Lehramtsstudierende hinzu. Seit 1969 ist das Stift auch für Studentinnen geöffnet.

Das Leben im Stift heute

Weinkeller
Montags im Weinkeller

Im Stift weiß man, dass zum gemeinsamen Leben und Arbeiten auch das Feiern gehört: So sind den Stiftlerinnen und Stiftlern Semesteranfang und -ende, Weihnachten und der Sommer willkommene Anlässe, um ausgedehnte Feste zu feiern. Dabei dürfen neben einer gemeinsamen Andacht, dem festlichen Essen und dem durch verschiedene Beiträge gestalteten Programm, der Schwoof im Clubraum, der Standardtanz auf der Altane oder in der Kapelle und das Zusammensitzen auf dem Herrentrippel im Speisesaal beim Chill-out nicht fehlen.

Der Weinkeller ist auch während des Semesters ein wichtiger Treffpunkt, zu dem am Montagabend die Altanenglocke ruft.

Hier wird Ernsthaftes und Heiteres, teilweise auch im Zusammenhang von Themenabenden, diskutiert und nicht zuletzt so manche Idee zur Bereicherung des Stiftslebens geboren.

Volleyballspiel im Stiftsgarten
Volleyballspiel im Stiftsgarten

Mit seiner idyllischen Lage am Neckar wird der Garten in den Sommermonaten auch Schauplatz des stiftlerischen Arbeits- und Freizeitlebens: hier eine Lerngruppe, dort eine sich anregend unterhaltende Kaffeerunde; auf einer Bank hat sich jemand mit einem Buch zurückgezogen, und manche suchen auf einem Spaziergang durch den Stiftsgarten das Alleinsein mit ihren Gedanken. Aber auch als Austragungsort spannender Volleyballspiele eignet sich der Stiftsgarten hervorragend.
Jetzt ist auch die Zeit der Stocherkahnfahrten: Die beiden hauseigenen Kähne können jederzeit von den Studierenden genutzt werden und bieten sich an, für zwei Stunden auf dem Neckar zu verschnaufen und spazierenzufahren.

Eine Bereicherung für das Stiftslebens sind die Austauschstudierenden und ökumenischen Gäste, die im Haus wohnen. Ob aus der Schweiz, Frankreich, England, Amerika, Rumänien etc. stammend, bringen sie in das ansonsten nahezu ausschließlich von Württembergerinnen und Württembergern bewohnte Haus den Duft der großen weiten Welt.

Musikbegeisterte Stiftlerinnen und Stiftler haben die Möglichkeit, Musikunterricht zu erhalten: Der Musikdirektor und die Musikrepetenten bieten Klavier- und Orgel- und Gesangsunterricht. Mit den schallisolierten Musikräumen sind auch gute Bedingungen für ungestörtes Üben vorhanden. Nach außen tritt das Stift mit einem vielseitigen musikalischen Programm. Daneben besteht die Möglichkeit, im Chor des Evangelischen Stifts mitzusingen oder aber bei TheoBrass, dem Bläserensemble und Vocifer, einem Vokalensemble mitzumachen.

In der Kapelle finden regelmäßig Andachten statt
In der Kapelle finden regelmäßig Andachten statt

Nicht zuletzt ist es ein wichtiges Anliegen des Evangelischen Stifts, den Studierenden Raum für ein geistliches Leben zu geben. An jedem Montagabend des Semesters findet um 20 Uhr eine Andacht in der Stiftskapelle statt. Diese wird meist von einer Repetentin oder einem Repetenten in Zusammenarbeit mit den Studierenden gestaltet. Gäste sind sehr herzlich willkommen. Morgens und mittags wird zu einer Andacht eingeladen, wobei liturgische Formen mit Wechselgesängen eine besondere Rolle spielen. Einmal in der Woche wird die Complet, das liturgische Nachtgebet, gesungen.