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Juli

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Stiftsarchiv

Allgemein

Das Stiftsarchiv ist das Verwaltungsarchiv des Evangelischen Stifts. Es beherbergt die für die laufende Tätigkeit nicht mehr benötigten Unterlagen von Ephorat, Wirtschaftsverwaltung, Repetenten und Studierenden und spiegelt so deren Tätigkeit im Laufe der Stiftsgeschichte wider.

Die Verwaltungsunterlagen reichen von Pergamenturkunden aus dem frühen 16. Jahrhundert über Zeugnis- und Disziplinarakten, Visitationsberichte und Rechnungsbücher, Predigtbücher und Krankenlisten bis hin zu Protokollen, Briefen oder Ansprachen aus dem frühen 21. Jahrhundert. Dazu kommen verschiedene Nachlässe sowie Sammlungen von Fotografien, Reproduktionen, Stichen, Plakaten, Karten und anderen Unterlagen zur Stiftsgeschichte.

Mit einem Umfang von ungefähr 162 laufenden Metern verwahrt das Stiftsarchiv einen sehr reichen Fundus, der über viele Aspekte der Geschichte des Evangelischen Stifts und seiner Bewohnerinnen und Bewohner Auskunft geben kann. Für die Stiftsgeschichte relevante Bestände finden sich zudem beispielsweise im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart, im Landesarchiv Baden-Württemberg und im Universitätsarchiv Tübingen.

 

Findmittel

Unsere Bestände sind über das Portal "Württembergische Kirchengeschichte online" erschlossen.

Zudem wurden die Bestände der Stiftlerakten 1930-2000 („Hemden“, Bestände H 1 – H 2) erschlossen, die Findmittel sind aber nicht öffentlich zugänglich.

Die Stiftsaufsätze wurden noch nicht erschlossen.

Suchstrategien

Einen guten allgemeinen Einstieg in die Archivrecherche bietet Martin Burkhardts „Gebrauchsanleitung für Archive“. 

Viele Fragen können schon vor einem Besuch geklärt werden, indem die maßgebliche Literatur herangezogen wird. Für das Evangelische Stift sind folgende Titel besonders wichtig:

  • Hahn, Joachim, und Hans Mayer: Das Evangelische Stift in Tübingen. Geschichte und Gegenwart - Zwischen Weltgeist und Frömmigkeit, Stuttgart: Theiss, 1985.

  • Leube, Martin: Geschichte des Tübinger Stifts. Bd. 1: 16. und 17. Jahrhundert, Stuttgart: Scheufele, 1921

  • Leube, Martin: Geschichte des Tübinger Stifts. Bd. 2: 18. Jahrhundert, Stuttgart: Scheufele, 1930.

  • Leube, Martin: Das Tübinger Stift 1770-1950. Geschichte des Tübinger Stifts, Stuttgart: Steinkopf, 1954.

  • Schöllkopf, Wolfgang (Hg.): Schwäbischer Olymp und württembergische Pfarrerschmiede. 450 Jahre Evangelisches Stift Tübingen 1536-1986. Katalog zur Ausstellung, Tübingen: Evangelisches Stift, 1986

Personenbezogene Anfragen

Der Großteil der Nutzungsanliegen im Archiv des Evangelischen Stifts Tübingen betrifft Personenrecherchen.

Je nach Epoche sind zu einzelnen Stiftlern (und in jüngerer Zeit auch: Stiftlerinnen) unterschiedliche Unterlagen und Informationen zu erwarten. Zuerst muss der (notfalls ungefähre) Stiftsjahrgang, also der Eintritt der betreffenden Person in das Stift, bestimmt werden. Hierfür gibt es im Archiv des Evangelischen Stifts entsprechende Hilfsmittel, nämlich für alle Stiftsjahrgänge bis ca. 1930 die meistens zuverlässige „Leube-Liste“. Die ungefähr seit 1930 geführten Personalakten bzw. „Hemden“ der Studierenden sind öffentlich erst 30 Jahre nach dem Tod der betreffenden Person zugänglich.

Neben diversem anlassbezogenem Schriftgut finden sich regelmäßig u.a. folgende personenbezogene Unterlagen:

  • Zeugnisse unterschiedlicher Art sind praktisch für alle Epochen zugänglich, ob in der Form von Quartalexamina, Quartal-Testmonia, Testimonia Examinandorum, Öffentliche Zeugnisse, Privatzeugnisse, Zeugnisse Stiftsexamen oder der Ersten Theologischen Dienstprüfung. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Beurteilungen, etwa in den Predigtbüchlein (1810-1909).

  • Sehr verbreitet sind zudem disziplinarische Unterlagen: Karzerbücher (1640-1834), Carentengatter (1756-1793), Annotationsverzeichnisse, Strafbücher und Annotationsbücher (1793-1914), Nachtvagantenbücher (1873-1888), Inspektoratsprotokolle (1682-1911), Akten über einzelne Straffälle und Entlassungen usw.

  • In den Promotionsakten (1789-1933) finden sich oft Zeugnisunterlagen, disziplinarische Unterlagen und weitere Unterlagen über den jeweiligen Stiftsjahrgang bequem zusammengefasst.

  • In den Nationalbüchern (1786-1933) finden sich meist Eintragungen über den Stiftseintritt, den Geburtstag und -ort sowie die Herkunft des Vaters. Die Rezeptionsbefehle (1554-1818) dokumentieren die Aufnahme der Stipendiaten, die Vikariatsbefehle (1561-1830) die weitere Verwendung im Vikariat, die Zitationsbefehle (1567-1827) die Einbestellung zur Kirchenbehörde und die Stipendiatentalerverzeichnisse (1674-1861) die Entrichtung des sogenannten Stipendiatentalers. Auch Mitgliederlisten der Verbindungen (1859-1935) und Unterlagen zur Zimmerbelegung 1801-1945, z.T. auch später) geben Auskunft über einzelne Stipendiaten.